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LMS bringt Revision 6 von LMS Virtual.Lab an den Markt  

 
Datum der Pressemitteilung19 Jun 2006

Neues Release bietet vereinheitlichte Modellierungsumgebung für die multidisziplinäre Funktionssimulation und verkürzt Berechnungszeiten um 30 bis 50%

Leuven, Belgien – June 19, 2006 – LMS gab die Markteinführung von LMS Virtual.Lab Rev 6 bekannt. Das neue Release bietet eine erweiterte und vereinheitlichte Modellierungsumgebung, diese integriert alle erforderlichen Modellerzeugungs- und Simulationswerkzeuge für exakte funktionale Analysen auf Systemebene. Diese neue Lösung macht Schluss mit dem enormen Aufwand, jeweils eigene Modelle für separate Disziplinen erzeugen zu müssen, und erlaubt es, attributübergreifende Analysen einfach und reibungslos durchzuführen. Rev 6 bietet zahlreiche innovative Technologien und 64-Bit-Verarbeitung. Komplexe Modelle lassen sich hochgenau und praktisch handhaben, Berechnungszeiten werden deutlich verkürzt. Rev 6 markiert auch die Einführung eines neuen wertbasierten Lizenzsystems, das den Anwendern flexiblen Zugriff auf das gesamte Anwendungsportfolio von LMS Virtual.Lab bietet. Ferner bietet LMS Virtual.Lab Rev 6 neue und komplettierte Anwendungen für die Strukturanalyse, Akustiksimulation, Geräusch- und Schwingungsvorhersage, Systemdynamikanalyse und Lebensdauersimulation sowie erweiterte Automatisierungs- und Anpassungsfähigkeiten.

Mit Rev 6 von Virtual.Lab liefert LMS eine vereinheitlichte Modellierungsumgebung. Diese Umgebung umfasst alle Modellerzeugungswerkzeuge und multidisziplinären Simulationsfähigkeiten, die notwendig sind, um das funktionale Verhalten eines Gesamtfahrzeugs oder einer anderen komplexen mechanischen Baugruppe auf Systemebene exakt zu bewerten. Die neue Modellierungs- und Montagelösung bietet umfangreiche Fähigkeiten, um Simulationsmodelle von Gesamtsystemen flexibel aufzubauen, den Ausgangspunkt dafür bilden Modelle mehrerer Komponenten und Teilsysteme. Ein einziges Datenmodell ermöglicht dem Anwender effiziente Analysen des Systemverhaltens unter verschiedenen funktionalen Aspekten, z. B. dynamische Steifigkeit, Festigkeit, Geräusche und Schwingungen, Betriebsfestigkeit, Fahrverhalten und Handling oder dynamisches Betriebsverhalten mechanischer Systeme. Diese neue Lösung eliminiert den enormen Aufwand für die Erzeugung von Mehrfachmodellen für separate Disziplinen, wodurch sehr viel Zeit gespart wird und Fehlerhäufungen und Ungenauigkeiten vermieden werden. Darüber hinaus erlaubt die vereinheitlichte Modellierungslösung die unkomplizierte Durchführung attributübergreifender Analysen.

„Die vollintegrierte und multidisziplinäre vereinheitlichte Simulationslösung in Virtual.Lab bietet deutliche Vorteile gegenüber einem auf Einzelpunktlösungen basierenden Simulationsprozess,“ erklärte Willy Bakkers, Vizepräsident und Geschäftsführer des Unternehmensbereichs CAE bei LMS. „Aktuelle Kundenvergleiche ergaben Zeitgewinne in der Größenordnung von 30 bis 50% bei der Simulationszeit, und dies bei gleichzeitig signifikant besseren Simulationsergebnissen und wertvolleren technischen Einsichten in das Betriebsverhalten von Neukonstruktionen.“

„LMS Virtual.Lab bietet mehrere innovative Technologien wie Waved Based Substructuring, Fast Trim Modeling oder erweiterte CAD-Mehrkörpersimulation. Damit lassen sich komplexe Modelle praktischer und hochgenau handhaben, während sich Berechnungszeiten deutlich verkürzen. Darüber hinaus unterstützt LMS Virtual.Lab mit Rev 6 die 64-Bit-Verarbeitung und bietet die erforderliche Rechenleistung, um komplexe und hochdetaillierte Simulationsmodelle problemlos zu bewältigen,“ ergänzte Jan Leuridan, Vizepräsident und CTO von LMS.

Diese schnellen Technologien eröffnen neue Anwendungsbereiche für die virtuelle Simulation und erlauben den Anwendern, spezifische funktionsbezogene Phänomene mit erheblich größerer Detailgenauigkeit zu modellieren und zu analysieren. Beispiel: Mit LMS Virtual.Lab gelang es, eine Schwingungsanalyse mit 600.000 hochauflösenden Frequenzfunktionen einer Großwindanlage in weniger als drei Stunden zu verarbeiten. Diese Art von Analysen ist erforderlich, um das Schwingungsverhalten der Windkraftanlage zuverlässig zu qualifizieren, hätte aber ohne 64-Bit-Verarbeitung extrem lange gedauert bzw. wäre praktisch unmöglich gewesen.

Das neue Release von LMS Virtual.Lab markiert auch die Einführung eines neuen wertbasierten Lizenzsystems. Durch die Kombination von Basiskonfigurationen mit dem neuen wertbasierten Lizenzsystem erhalten Anwender mittels sogenannter Token einen flexiblen Zugriff auf das gesamte Modulportfolio von LMS Virtual.Lab. Ausgehend von einem Bestand von Tokens können Anwender entsprechend ihrem genauen Bedarf auf eine bestimmte Applikation zugreifen, ohne ihre Investition in Software systematisch zu steigern.

Übersicht neuer Anwendungen und Funktionen in LMS Virtual.Lab Rev 6

Revision 6 des Moduls LMS Virtual.Lab Structures erweitert die vollintegrierte Umgebung für die Vor- und Nachbearbeitung von FE-Analysen um eine Reihe neuer Module und Schlüsselfunktionen. Das neue Tool Wave Based Substructuring (WBS) assembliert das Strukturmodell als Kompilierung der reduzierten FE-Modelle einzelner Bauteile und definiert die Verformung der Koppelungsschnittstelle in Form von Basisfunktionen, die als Wellen bezeichnet werden. Dies erlaubt es, mit erheblich weniger Rechenarbeit auszukommen und die Auswirkungen von Entwurfsänderungen schnell zu analysieren. Zum Automatisieren der Strukturierung komplexer Geometrien gibt es in Rev 6 ein neues H-Meshing Tool, mit dem der Anwender ein vollständig tetra- oder hexadominantes Mesh erzeugen kann. Virtual.Lab Structures umfasst auch neue Fähigkeiten, Gesamtfahrzeugmodelle (von Straßenfahrzeugen, Luftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen usw.) mit einer Vielzahl von Verbindungsmodellierungstechniken zu montieren, zu komplettieren und zu analysieren. Die neue Lösung Advanced Mesh Morphing erweitert die Morphingfähigkeiten durch Steuerblöcke, die z. B. in die Kontur des Fahrzeugs oder Flugzeugs passen und beliebige Gestaltlinien repräsentieren.

LMS Virtual.Lab Acoustics Rev 6 enthält das neue Modul Fast Trim für die effiziente Simulation des Verhaltens akustischer Mehrschichtverbundwerkstoffe, wie sie zur Innengeräuschoptimierung von Automobilen und Flugzeugen eingesetzt werden. Aus mehreren Schichten aufgebaute Innenraumverkleidungen stellen spezifische Modellierungsherausforderungen bei höheren Frequenzen dar, denn die Akustikingenieure müssen die porösen und viskoelastischen Effekte berücksichtigen, die das akustische Verhalten dieser Verkleidungen bestimmen. LMS Virtual.Lab Acoustics Rev 6 präsentiert einen schnellen und effizienten Ansatz zur Mehrschichtmodellierung, damit wird das funktionale Verhalten mehrschichtiger Verkleidungen in Gegenwart des Stahlblechs einer Fahrzeugkarosserie oder der Beplankung eines Flugzeugrumpfs simuliert.

Neben dem neuen Modul Fast Trim werden mit Rev 6 von LMS Virtual.Lab Acoustics auch neue Fähigkeiten eingeführt, um die Schallabstrahlung einer mechanischen Konstruktion allein anhand eines virtuellen Modells hörbar zu machen. Beispielsweise ist die Software nach dem Berechnen der Betriebsfrequenzen eines Triebwerks in der Lage, auf der Grundlage von Schalldruckvorhersagen ein synthetisiertes Geräusch für verschiedene Feldpunkte zu erzeugen. Diese Fähigkeit liefert eine direkte Geräuschrückmeldung beim Bewerten struktureller Modifikationen am Triebwerk.

Zur weiteren Verbesserung der Diagnosefähigkeiten erhält LMS Virtual.Lab Noise & Vibration Rev 6 das neue Modul Acoustic Source Quantification (ASQ) als Teil von Transfer Path Analysis (TPA). Mittels Lasterkennung, Wegbeitrag und erzwungener Anregung hilft ASQ den Akustikern und Schwingungstechnikern, problematischen Geräuschquellen effizient auf die Spur zu kommen.
LMS Virtual.Lab Noise & Vibration Rev 6 verfügt ferner über ein erweitertes Berechnungsmodul für erzwungene Anregung mit Unterstützung der Funktionalität SPOINT. SPOINT erlaubt die drastische Reduktion von Modellen großer (Teil-)Systembaugruppen, die aus hunderttausenden von DOFs bestehen, so dass sich z. B. die Bearbeitungszeit stark verkürzen lässt. Dies ermöglicht deutlich mehr Simulationsdurchläufe bei gleichwertiger Simulationsgenauigkeit.

LMS Virtual.Lab Motion
Rev 6 erhöht ferner die CAD-Kompetenz durch Tools zum problemlosen Definieren von CAD-Volumenmodellen und zum Berechnen der interagierenden Berührungskräfte. Das neue Werkzeug Standard Contact bietet die innovative Möglichkeit, Berührungspunkte darzustellen und erfordert deutlich weniger Rechenleistung. Dies beschleunigt erheblich die Simulation großer Modelle mit tausenden von Berührungspunkten. Außerdem bietet Rev 6 die Funktion FE Load Transfer, damit können Anwender komfortabel die Lasten eines beliebigen Zeitschritts einer dynamischen FE-basierten Mehrkörpersimulation auf ein strukturelles Komponentenmodell wirken lassen, um auf diese Weise die Beanspruchung der Komponente zu untersuchen. Die Automatisierung des fehlerträchtigen Prozesses der Verknüpfung der richtigen Lasten mit den richtigen Verbindungspunkten an der Struktur führt zu erfreulichen Zeiteinsparungen und trägt zu einer zuverlässigeren Festigkeitsberechnung bei.

LMS Virtual.Lab Motion Rev 6 ermöglicht auch die automatische Erzeugung eines äquivalenten Geräusch- und Schwingungsmodells aus einem Bewegungsmodell – in jeder beliebigen Phase einer Bewegungssimulation. Auf diese Weise ist die Optimierung des Geräusch- und Schwingungsverhaltens parallel zur Optimierung des Bewegungsverhaltens möglich, was sehr effizient ist und ein weiteres Mal die Produktivitätsgewinne demonstriert, die mit der integrierten und multidisziplinären Lösung Virtual.Lab erreichbar sind.

Neben der Lösung Vibration Fatigue für Ermüdungsberechnungen anhand des Leistungsdichtespektrums statt der ausschließlichen Verwendung von Zeitbereichsdaten erweitert Rev 6 die Software LMS Virtual.Lab Durability um das neue Modul Acoustics Fatigue, das die aus einem stochastischen Schalldruck resultierende Spannungsverteilung und Betriebsfestigkeit bestimmt. Diese Anwendung ist besonders auf die Simulationsanforderungen in der Raumfahrtindustrie abgestimmt. Dort untersuchen Entwicklungsteams die schädlichen Auswirkungen des infernalischen Lärms beim Raketenstart auf die Nutzlast, den Satelliten und die fragile Elektronik.

Neben dieser neuen Anwendung bekommt LMS Virtual.Lab Durability einen Satz neuer Werkzeuge und Funktionen für die weitere Steigerung der Effizienz von Lebensdauersimulationen. Beispiel: Die neuen Tools zur Lastbeitragsanalyse unterstützen Anwender beim Identifizieren der Belastungen, die am meisten zu lokalen Schäden oder lokalen Spannungsspitzen beitragen. Diese technischen Einsichten ergeben eindeutige Ansatzpunkte für die Optimierung mechanischer Konstruktionen durch höhere Festigkeit oder Ermüdungsresistenz. Weitere neue Automatisierungswerkzeuge erlauben die Vollautomatisierung kompletter Analysen anhand komplexer Belastungspläne mit hunderten von Lastfällen.

Bildunterschriften:

Abb. VL Rev 6 overview.jpg
LMS Virtual.Lab Rev 6 – Übersicht der Anwendungsbereiche
Abb. VL Rev 6 Acoustic
LMS Virtual.Lab Rev 6 Acoustic
Abb. VL Rev 6 Structures
LMS Virtual.Lab Rev 6 Structures

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