Audi nutzt Systeme von LMS zum Steigern der Testproduktivität und zum Entwickeln individueller Geräuschprofile für die verschiedenen Fahrzeugbaureihen
Leuven, Belgien, 23. Oktober 2006 – Audi implementiert die Software LMS Test.Lab erfolgreich für akustische und schwingungstechnische Tests, um die immer engeren Termine bei Entwicklungsprogrammen für neue Fahrzeuge einzuhalten. Eine überlegene Geräuschqualität und Klapperfreiheit gilt als höchste Priorität der von Audi verfolgten Strategie zur Markendifferenzierung. Das Unternehmen setzt Testsysteme von LMS seit langem dafür ein, bestimmte Geräuschprofile für neue Modelle abzusichern. Nach einer umfangreichen Bewertung beschloss Audi, auf das Softwarepaket LMS Test.Lab umzustellen und das neue Testsystem für mehr als 50 Anwender einzuführen. Die Implementierung umfasste mehrere NVH-Testsysteme für Labor- und Praxistests basierend auf dem Frontend LMS SCADAS III für die Datenerfassung.
Nach Aussage von Kay Schammer, NVH-Versuchsingenieur bei Audi, ist einer der Hauptvorteile der Implementierung die gesteigerte Testproduktivität von LMS Test.Lab bei einem breit gefächerten Spektrum von NVH-Prüfaufgaben. „Diese Implementierung stärkt unsere Fähigkeit zur Bewältigung der zunehmenden Arbeitsbelastung und der Komplexität des NVH-Engineering bei der Entwicklung von individuellen Fahrzeuggeräuschprofilen für Audi“, erläutert Schammer.
„In einem typischen Fahrzeugtestprogramm steht uns ein Fahrzeug unter Umständen nur für einen kurzen Zeitraum zur Verfügung. Das Bestücken des Fahrzeugs mit Beschleunigungssensoren und Mikrofonen erfordert eine Menge Zeit, und oft bleibt nur ein halber Tag für die eigentlichen Tests mit Datenerfassung und Ergebnisanalyse“, sagt Schammer. „In dieser Phase ist Zeit der entscheidende Faktor. Tests müssen schnell und zuverlässig durchgeführt werden. Es gibt keinen Raum für Fehler und keine Zeit für das Wiederholen von Tests. LMS Test.Lab hat sich als perfekt geeignet für diese Herausforderung erwiesen“.
Schammer führt an, dass alle Funktionen für Datenerfassung, Analyse und Dokumentation bereits in LMS Test.Lab integriert sind. Für akustische, schwingungstechnische, strukturelle und funktionale Tests wird damit nur eine einzige, vereinheitlichte Plattform benötigt. Eine bedienungsfreundliche grafische Oberfläche bietet Kommandos und automatisierte Funktionen zur schnellen Konfiguration und Datenanalyse.
„Während die Tests ablaufen, ist es durch die Online-Überwachung möglich, Ergebnisse in Echtzeit anzuzeigen – in Form farbcodierter Kennfelder, Vergleichsdiagramme, Wasserfalldiagramme und mit anderen Darstellungen“, erläutert Schammer. „Auf diese Weise können unsere Ingenieure sofort feststellen, ob die erfassten Messwerte gültig sind, und schnell erkennen, wo möglicherweise weitere Untersuchungen von Problemen angebracht sind.“
Ein besonders wertvolles Werkzeug ist laut Schammer die Modalparameterabschätzung mit LMS PolyMAX – Geräuschresonanzen werden als farbige Spikes in Diagrammen von Amplituden über der Frequenz visualisiert. Die Automatisierung dieser Aufgabe spart Zeit, denn die Ingenieure können jetzt Resonanzfrequenzen in wenigen Minuten definieren und müssen nicht mehr stundenlang mühselig Daten interpretieren. Diese Fähigkeit vereinheitlicht auch die Analyse von Ergebnissen, die sonst je nach Bediener unterschiedlich ausfallen können. Die Report-Funktion ist ein weiteres höchst nützliches und zeitsparendes Leistungsmerkmal, das den Ingenieuren ermöglicht, Berichte mit eingebetteten Animationen von Schwingformen und anderen ’Live’-Daten schnell zu erzeugen. Es besteht auch die Möglichkeit zum Weiterleiten dieser Berichte an Kollegen, die Ansichten editieren und mit den Bildern arbeiten können, auch ohne LMS Test.Lab auf ihren Systemen installiert zu haben.
„Die durch LMS Test.Lab gesteigerte Produktivität versetzt uns in die Lage, Testprogramme mit höherer Effizienz abzuschließen als es anders möglich wäre“, sagt Schammer. „Verbesserungen beim Abarbeiten zunehmend komplexer Tests mit engen Terminen sind von entscheidender Wichtigkeit, denn sie helfen uns, unsere akustischen Qualitätsstandards zu halten und unsere Entwicklungsziele für die expandierende Palette neuer Fahrzeugmodelle bei Audi zu erreichen.“
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