Die NVH-Gruppe nutzt moderne Testsysteme zur Kürzung der Entwicklungszeit und zum Erhöhen des Durchsatzes
Leuven, Belgien – LMS International vermeldete heute die Implementierung von LMS Test.Lab als eines der Hauptsysteme zum Messen von Fahrgeräuschen und Schwingungen im Europäischen Technologiezentrum von Toyota am Standort Zaventem in Belgien. Das erweiterte Zentrum eröffnete kürzlich im Rahmen von Toyotas Initiative, die europäischen Entwurfs- und Entwicklungsaktivitäten des japanischen Unternehmens an einen neuen Standort zu verlagern. LMS Test.Lab wurde für das NVH Entwicklungsteam des Technologiezentrums installiert und unterstützt die Gruppe, die technisch für Geräusche und Schwingungen (NVH) am Gesamtfahrzeug verantwortlich ist.
Basierend auf den Weltplattformen von Toyota wird das Europäische Technologiezentrum die Karosserieaufbauten für europäische Pkw-Modelle entwickeln. Diese Karosserieteile werden zusammen mit europäischen Zulieferern intensiv getestet, ausgewählt und entwickelt. In Japan werden weiterhin Fahrzeugplattformen, Fahrwerke, Motoren und Radaufhängungssysteme entwickelt. Früher erfolgte die komplette Entwicklung in Japan; anschließend wurden Prototypen für Geräusch- und Schwingungsprüfungen nach Zaventem geschickt um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge den europäischen Marktanforderungen entsprachen. Die vom europäischen Technologiezentrum empfohlenen Entwurfsänderungen wurden dann von den Entwicklungsteams in Japan bestätigt und umgesetzt. Durch das Zusammenbringen der Entscheidungsträger für Entwurfsprüfung und Implementierung kann der Entwicklungszyklus verkürzt, die Anzahl der Prototypen verringert und die Freigabe zur Produktion beschleunigt werden. Als Vorteile verspricht sich Toyota eine schnellere Reaktion auf Marktanforderungen und reduzierte Produktentwicklungskosten durch gestärkte Beziehungen zwischen Toyota und den europäischen Zulieferern.
Der neue Prozess bedeutet eine erhöhte Arbeitsbelastung und neue Kompetenzanforderungen für die europäische NVH-Gruppe, die jetzt die Ziele für die europäischen Versionen setzt. Sie muss die einzelnen Prototypentests in kürzerer Zeit durchführen und für ein hohes Produktqualitätsniveau in den europäischen Herstellungswerken sorgen – und das alles in einem komprimierten Zeitrahmen mit dem vorhandenen Personal.
Um die Effizienz der Gruppe bei der Bewältigung dieser zusätzlichen Aufgaben zu steigern, erweitert Toyota die Installation von LMS Test.Lab für die Geräusch- und Schwingungsprüfung, während der Einsatz älterer Messplattformen zurückgefahren wird. LMS Test.Lab versetzt die Ingenieure bei Toyota in die Lage, Analysen in Echtzeit mit sofortiger Anzeige der Ergebnisse durchzuführen, bereits während die Tests gefahren werden. Dies verschafft den Versuchsingenieuren tiefere Einsicht in die Ursachen von Problemen und zeigt mögliche Abhilfemaßnahmen. So können sowohl für einzelne Baugruppen als auch für das Gesamtfahrzeug leichter die besten Lösungen gefunden werden.
Auch die Effizienz erhöht sich, denn die gesamte notwendige Hardware und Software ist in einem einzigen System integriert, ohne dass ein Datenaustausch zwischen zwischen verschiedenen Applikationen erforderlich wird. Darüber hinaus minimieren Bedienungsfreundlichkeit und ein prozessorientierter Workflow den Schulungsaufwand. In der NVH-Gruppe können jetzt mehr Mitarbeiter als zuvor anspruchsvolle Analyseaufgaben ausführen, während man früher für bestimmte Aufgaben jeweils einen separaten Experten benötigte.
„Indem es uns zielgenaue Untersuchungen von Problemursachen ermöglicht und schnell geeignete Korrekturmaßnahmen finden lässt, befähigt LMS Test.Lab unsere NVH-Ingenieure, effizienter am Abschluss von Projekten zu arbeiten und dabei mit weniger Prototypentestzyklen auszukommen,“ erläutert Stijn Peeters, Noise and Vibration Engineer, Toyota Motor Europe Technical Center. „Diese Steigerung unserer Effizienz ist entscheidend für die Strategie, den Entwurf von Karosserieaufbauten nach Europa zu verlagern, um den europäischen Markt direkter zu bedienen.“
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